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4.6 Suchtprävention im Sport

 

 

Indikator 4.5

Antidoping

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Die Dopingbekämpfung und -prävention wurde in der Schweiz bis 2008 durch Swiss Olympic und das Bundesamt für Sport durchgeführt. Seit 2008 ist die unabhängige Stiftung «Antidoping Schweiz» dafür zuständig. Für Antidoping Schweiz gilt weiterhin das «Drei-Säulen-Konzept», in dem die Kontrollen neben der Prävention und Information sowie der Forschung einen zentralen Stellenwert haben

Befunde

Von Mitte der 1990er Jahre bis zum Jahr 2002 lag die Zahl der Dopingproben bei rund 1'700 bis 1'800 pro Jahr, um bis zum Jahr 2005 auf knapp 2100 Kontrollen anzusteigen. In den folgenden vier Jahren nahm die Zahl der Dopingproben wieder leicht ab. Danach stieg sie bis zum Jahr 2014 und fiel im Jahr 2015 wieder. Da in jenem Jahr mehr kostenintensive Spezialanalysen gemacht wurden, konnte die Kontrolldichte der vorangehenden Jahre nicht aufrechterhalten werden.

Wie der folgenden Abbildung zu entnehmen ist, erklärt sich ein Teil der Schwankungen durch den unterschiedlichen Anteil der durchgeführten Proben im Auftrag Dritter (WADA u.a.). In gewissen Jahren (2006–2008, 2014) macht der Anteil solcher Proben rund ein Viertel aller Proben aus. Ein Teil der Zunahme zwischen 2010 und 2014 ist auf die wachsende Bedeutung von Blutkontrollen zurückzuführen. Der Anteil der Proben, die aus Kontrollen ausserhalb von Wettkämpfen stammen, erhöhte sich von 22 Prozent 1995 auf gegen 70 Prozent ab dem Jahr 2010.

Einschätzung: Die Schweiz verfügt über ein gut ausgebautes System der Dopingkontrollen, das mit der vermehrten Durchführung von Trainings- und On-the-spot-Kontrollen weiter verbessert wurde. Negativ ins Gewicht fallen allerdings die steigenden Kosten der Kontrollen und Analysen.

Illustration: Anzahl verschiedener Arten von Dopingkontrollen, 1995-2015

Quelle: Jahresberichte und Probenstatistiken von Antidoping Schweiz.

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